Der Frankfurter Kunstverein ist nicht nur einer der ältesten und größten in Deutschland, sondern gleichzeitig auch eines der national und international wichtigsten Ausstellungshäuser für zeitgenössische Kunst. „Wir verstehen die Kunst als Mittler zwischen fachspezifischem Wissen, theoretischen Positionen und Lebensrealitäten“, sagt Franziska Nori, die das Haus seit zwei Jahren leitet. „Unser großer Vorteil gegenüber Museen und anderen Kunsteinrichtungen ist es, dass wir so nah an den Künstlern dran sind und auf diese Weise viel unmittelbarer und direkter auf aktuelle politische oder gesellschaftliche Themen und Strömungen reagieren und diese zurück in die Gesellschaft spielen können. Es ist weniger das Verständnis der ,l’art pour l’art‘, sondern vielmehr das Aufzeigen einer bestimmten politischen und sozialen Haltung, die sich auch in unser künstlerisches Programm übersetzen lässt“. Eines der Hauptziele ihres Hauses sei es, dem Besucher schlüssig recherchierte Ausstellungen zu präsentieren, die in der Gegenwart verankert sind und in erster Linie auf die Entwicklung und Produktion neuer künstlerischer Werke und Projekte gründen. Dabei will der Frankfurter Kunstvereins nicht nur zum kritischen Diskurs über die zeitgenössische Kunst anregen, sondern auch über aktuelle und gesellschaftspolitische Entwicklungen und Themen. Erklärtes Ziel sei es, junge Werke und Positionen aufzuspüren und neue, richtungsweisende künstlerischer Tendenzen zu zeigen, so Franziska Nori. „Wir haben im Rhein-Main-Gebiet hervorragende Kunstakademien und Ausbildungsstätten, so dass wir uns seit jeher als eine Plattform für aufstrebende Künstler verstehen, die hierher kommen oder von hier stammen“, erklärt Franziska Nori. Neben Ausstellungen und ortsspezifischen Projekten biete man auch Raum für Performances, Künstlergespräche und Experten-Panels mit Zukunftsthemen.

Eric Van HOVE
V12 LARAKI 2013
Installation CCC 2013
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Eric Van HOVE V12 LARAKI 2013 Installation CCC 2013

Ab dem 11. November zeigt der Frankfurter Kunstverein die erste große institutionelle Ausstellung des belgisch-algerischen Konzeptionskünstlers Eric van Hove in Deutschland. Unter dem Titel „Atchilithallah – Von der Transformation der Dinge“ wirft er mit mechanischen Skulpturen, großformatigen Exponaten und Filmen ein Schlaglicht auf globale Wirtschaftszusammenhänge. Dabei richtet van Hove den Blick auf gesellschaftliche Veränderungen und die Auswirkungen der zunehmenden Automatisierung auf den Menschen und dessen handwerkliches Wissen. Der Künstler und sein Team, zwölf hochspezialisierte Kunsthandwerker und Mechaniker, laden BesucherInnen und lokal aktive Projektgruppen und Initiativen aus den Bereichen Handwerk, Design und Ingenieurswesen zur Teilhabe ein. Der Frankfurter Kunstverein wird zu einer lebendigen Produktionsstätte, zu einem Ort der Begegnung, in dem der interdisziplinäre und interkulturelle Austausch im Fokus steht.

FRANKFURTER KUNSTVEREIN

Frankfurter Kunstverein

Steinernes Haus am Römerberg

Markt 44 60311 Frankfurt am Main

Telefon: 069 219314-0

post@fkv.de

 

 

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Öffnungszeiten

Di – So 11-19 Uhr
Do 11-21 Uhr

Eintrittspreise

Erwachsene 8 Euro
ermäßigt 6 Euro

 

Öffentliche Führungen:
jeden zweiten Sonntag um 14 Uhr und jeden zweiten Donnerstag um 18.30 Uhr

 

Sonderführungen:

Künstlerführung mit Eric van Hove, am 17.11.2016, 19 Uhr

Kuratorenführung mit Franziska Nori, am 08.12.2016, 19 Uhr

Service

  • Barrierefrei
  • Cafe
  • Familienangebot

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